ISFB-Zertifikat Interne Kontrolle und Risikomanagement
Support und Querschnittsfunktionen
Hintergrund
Wichtigste Ziele
1. Empfehlungen für Risikomanagementstrategien in einer bestimmten Institution zu formulieren
2. Einen Risikomanagementplan zu entwerfen, der die verschiedenen Risikoarten und internen Kontrollmechanismen berücksichtigt
3. Risikomanagementstrategien verschiedener Finanzinstitute zu vergleichen
4. die Grundsätze der internen Kontrolle zur Bewertung der bestehenden Prozesse innerhalb einer Organisation anzuwenden
5. die Auswirkungen von strategischen, Markt-, Kredit-, Liquiditäts-, operativen, personellen und Betrugsrisiken auf das Bankgeschäft zu erläutern
6. die wichtigsten Arten von Finanzrisiken und die geltenden regulatorischen Standards zu identifizieren.
Zielgruppe
- Wirtschaftsprüfer
- Führungskräfte aus dem Bank- und Finanzwesen mit Interesse am Bereich Risikomanagement und interne Kontrolle
Referenten
Untersuchungen
Praktische Informationen
Die ISFB-Zertifikate werden von unseren institutionellen Mitgliedern anerkannt und besonders geschätzt.
Partnerschaft
Das Programm wird in Zusammenarbeit mit der Swiss Risk Association angeboten.
Preis
- Öffentlichkeit: CHF 5’670.-
- Mitglied: CHF 4’250.-
- HG / OCAS / OCE: CHF 2’835.-
- FFPC: CHF 0.-
Regulatorischer Rahmen für das Risikomanagement
Die Teilnehmenden lernen, die wichtigsten FINMA-Rundschreiben zum Risikomanagement zu identifizieren und zu artikulieren, insbesondere diejenigen, die sich auf operationelle Risiken und Resilienz beziehen, wie das Rundschreiben 2023/1. Letzteres führt verschärfte Anforderungen in Bezug auf die Geschäftskontinuität, das Management kritischer Daten und Cyberrisiken ein, die mit den internationalen Standards des Basler Ausschusses im Einklang stehen
Schliesslich betrachtet das Modul das Risikomanagement in einem breiteren Kontext der Bankresilienz im Zusammenhang mit den aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Es bietet eine integrierte Lesart der regulatorischen Bestimmungen, die es Fachleuten ermöglicht, Schwachstellen besser zu antizipieren und die Robustheit ihrer Organisation zu stärken.
Strategisches Risikomanagement
Die Teilnehmer lernen, Instrumente der strategischen Steuerung zu identifizieren und in ein umfassendes Risikomanagementsystem zu integrieren, das den FINMA-Rundschreiben 2017/1 und 2023/1 entspricht. Diese Texte regeln die Unternehmensführung, die interne Kontrolle und die operative Widerstandsfähigkeit und betonen die Kohärenz zwischen Strategie, Risikotoleranz und Geschäftskontinuität.
Schließlich untersucht das Modul die Zusammenhänge zwischen Strategie, langfristiger Resilienz und Anpassungsfähigkeit in einem unsicheren Umfeld auf der Grundlage der aufsichtsrechtlichen Grundsätze und internationalen Standards des Basler Ausschusses. Es bietet somit eine integrierte Betrachtung der Herausforderungen der strategischen Unternehmensführung in einem anspruchsvollen regulatorischen Rahmen.
Marktrisikomanagement
Die Teilnehmenden lernen, diese Risiken im Rahmen des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) in Übereinstimmung mit den von der EZB festgelegten Grundsätzen und den Standards des Basler Ausschusses zu integrieren. Der ICAAP spielt eine zentrale Rolle in der Risikomanagementstrategie, indem er eine vorausschauende und kohärente Bewertung der Schwachstellen und des Kapitalbedarfs gewährleistet.
Schliesslich befasst sich das Modul mit bewährten Praktiken im Bereich der Marktrisikokontrolle und den regulatorischen Erwartungen hinsichtlich der Berichterstattung, um eine wirksame Governance und mehr Transparenz in einem sich ständig wandelnden Finanzumfeld zu gewährleisten.
Kreditrisikomanagement
Das Modul befasst sich auch mit der Integration des Kreditrisikos in ein globales Resilienzsystem im Zusammenhang mit den Empfehlungen des Basler Ausschusses zur Bilanzierung erwarteter Verluste und den aufsichtsrechtlichen Praktiken.
Die Teilnehmer lernen, wie sie die regulatorischen Anforderungen mit den Instrumenten des Risikomanagements verknüpfen können, um die finanzielle Solidität und Anpassungsfähigkeit ihrer Organisation in einem unsicheren Umfeld zu stärken.
Management operationeller Risiken
Die Teilnehmer lernen, Betrugsszenarien zu analysieren, Melderichtlinien umzusetzen und diese Elemente in einen ganzheitlichen Ansatz für Compliance und Risikomanagement zu integrieren. Das Modul betont die Bedeutung eines kohärenten Rahmens, der Schulungen, Sensibilisierung, operative Kontrollen und ethische Governance kombiniert, um die Widerstandsfähigkeit der Organisation gegenüber Betrugsrisiken zu stärken.
Management operationeller Risiken – Cyberrisiken
Die Teilnehmer lernen, konkrete Massnahmen zum Schutz kritischer Funktionen, zur Gewährleistung der Geschäftskontinuität und zur strukturierten Reaktion auf schwerwiegende Vorfälle umzusetzen. Das Modul behandelt auch die Meldepflichten gegenüber der FINMA und die Erwartungen in Bezug auf Dokumentation und Governance.
Schliesslich wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Bewertung der Reife des Cybersicherheitsdispositivs im Zusammenhang mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und internationalen Standards gelegt. Die Teilnehmenden werden in die Lage versetzt, ihre Organisation im Hinblick auf die operative Resilienz zu positionieren, damit sie schwerwiegende, aber plausible Störungen bewältigen kann.
Liquiditätsrisikomanagement
Die Teilnehmer lernen, wie sie Liquiditätsstresstests in ihr Managementsystem integrieren können, wobei sie sich auf die Praktiken der FINMA und die Standards des Basler Ausschusses stützen. Diese Übungen ermöglichen es, die Fähigkeit der Organisation zu bewerten, mit schweren Krisenszenarien umzugehen, und die Reaktionen in robusten und operativen Notfallplänen zu dokumentieren.
Schließlich beleuchtet das Modul die Zusammenhänge zwischen Liquiditätsmanagement, langfristigen Finanzierungsplänen und der strukturellen Widerstandsfähigkeit von Finanzinstituten. Es bietet eine strategische Interpretation der aufsichtsrechtlichen Anforderungen unter Einbeziehung der Aspekte Governance, Planung und Anpassung an ein unsicheres Umfeld.
Operatives Risikomanagement – Compliance
Die Teilnehmer lernen, Risiken der Nichteinhaltung – seien sie rechtlicher, finanzieller oder reputationsbezogener Natur – zu identifizieren und geeignete Präventionsinstrumente wie interne Richtlinien, operative Kontrollen und Meldeverfahren einzusetzen. Das Modul beleuchtet auch die strategische Rolle der Compliance-Funktion bei der Erkennung und Bearbeitung von operativen Vorfällen im Zusammenhang mit aufsichtsrechtlichen Anforderungen und internationalen Standards.
Durch die Förderung eines proaktiven und integrierten Ansatzes trägt dieses Modul dazu bei, die Compliance-Kultur in Finanzorganisationen zu stärken und gleichzeitig ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber einem sich ständig verändernden regulatorischen Umfeld zu gewährleisten.
Ethik
Die Teilnehmenden lernen, typische ethische Dilemmata im Bankwesen – Interessenkonflikte, geschäftliche Entscheidungen, interner Druck – zu erkennen und deren potenzielle Auswirkungen auf den Ruf, die Compliance und die Widerstandsfähigkeit der Organisation zu bewerten. Das Modul betont die Notwendigkeit, Ethik in Entscheidungsprozesse, interne Richtlinien und Kontrollmechanismen zu integrieren, um die Kohärenz zwischen den erklärten Werten und den tatsächlichen Praktiken zu stärken.
Durch die Förderung einer lebendigen und gemeinsamen Ethikkultur trägt dieses Modul zum Aufbau einer nachhaltigen Unternehmensführung bei, die in der Lage ist, mit Unsicherheiten umzugehen und das Vertrauen der Stakeholder in einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld zu bewahren.
Internes Kontrollsystem
Das Modul basiert auf dem im Bankensektor weithin anerkannten Modell der drei Verteidigungslinien. Es ermöglicht die Bewertung der Wirksamkeit der wichtigsten Kontrollen: Die erste Linie wird von den operativen Mitarbeitern gewährleistet, die zweite von den Kontrollfunktionen (Risiken, Compliance) und die dritte von der internen Revision, die die Unabhängigkeit und Qualität des Systems gewährleistet.
Besondere Aufmerksamkeit wird schließlich der Rolle des Verwaltungsrats gewidmet, der die letztendliche Verantwortung für die Überwachung des IKS trägt. Er sorgt für die Angemessenheit des Systems, beauftragt die interne Revision und stellt sicher, dass die Kontrollmechanismen dem Risikoprofil und der Strategie des Instituts entsprechen.
Geschäftskontinuitätsmanagement
Die Teilnehmenden lernen, einen operativen Krisenmanagementplan zu erstellen, der die Abhängigkeiten zwischen Prozessen, Schlüsselressourcen und Störungstoleranzen berücksichtigt. Das Modul betont, wie wichtig es ist, den BCP regelmäßig zu testen, auf dem neuesten Stand zu halten und im Sinne einer systemischen Resilienz in Übereinstimmung mit den internationalen Standards des Basler Ausschusses zu dokumentieren.
Dieses Modul richtet sich an Fachleute, die in einem sich ständig weiterentwickelnden regulatorischen Umfeld in den Bereichen Governance, Risikomanagement, Informationssicherheit und Betriebskontinuität tätig sind.
Prüfung
Die Prüfung besteht aus einem Multiple-Choice-Test mit 40 Fragen, bei dem die Teilnehmer ihre Kursunterlagen, Anhänge und persönlichen Notizen einsehen dürfen. Die Prüfungsdauer beträgt 120 Minuten, d. h. 3 Minuten pro Frage. Jede Frage hat nur eine richtige Antwort, und bei falschen Antworten gibt es keine Punktabzüge.
Die Fragen sind allgemein gehalten, enthalten keine Fallstricke und basieren ausschließlich auf Inhalten, die im Unterricht klar behandelt wurden oder in den Schulungsunterlagen enthalten sind.
Risikomanagement im Bankwesen: Vision, Herausforderungen und Weitergabe mit Gilles Chantrier
„Diese Schulung soll den Teilnehmern die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, um sich in einem sich ständig verändernden Risikoumfeld effektiv zurechtzufinden und gleichzeitig die Compliance und Widerstandsfähigkeit ihrer Organisation sicherzustellen.“
Interview lesen
Sensibilisierung für operationelle Risiken: Interview mit Anthony Rolland (UBP) und Lino Finini (Berater)
« La gestion des risques opérationnels est un enjeu clé pour les banques. À l’UBP, une formation dispensée par l’ISFB a permis de sensibiliser les équipes aux enjeux réglementaires et pratiques, renforçant ainsi la culture de vigilance et de conformité au sein de l’établissement. »
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