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Interview mit Grégoire Pennone, CEO der ONE Swiss Bank SA

26. September 2024

Grégoire Pennone, Sie sind CEO der ONE Swiss Bank SA. Wie wichtig ist das Thema Kompetenzentwicklung in Ihrem Unternehmen?

Henry Ford wird folgendes Zitat zugeschrieben: „Die beiden wichtigsten Dinge, die in der Bilanz eines Unternehmens nicht zu sehen sind, sind sein Ruf und seine Mitarbeiter.“ Aus dieser Überzeugung heraus ist die Entwicklung der Kompetenzen und Kenntnisse der „ONEmates“ aus drei Gründen eine grundlegende strategische Investition bei ONE:
1/ Sich den Herausforderungen von morgen in einem sich wandelnden Sektor stellen.
2/ Anpassung des Kompetenzniveaus an die Bedürfnisse und Erwartungen gebildeter, informierter und engagierter Kunden.
3/ Schließlich Innovation, um sich in einem besonders wettbewerbsintensiven Markt zu differenzieren und die Besten anzuziehen.
Die einzige Möglichkeit, diesen Herausforderungen zu begegnen, besteht darin, in unsere Humanressourcen zu investieren und ihnen bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen zu helfen.

Was sind Ihrer Meinung nach die Herausforderungen für den Finanzplatz Westschweiz im Hinblick auf die Kompetenzentwicklung, insbesondere im Bereich der nachhaltigen Finanzen?

Es gibt viele: regulatorische Anforderungen, neue Anlageklassen, Möglichkeiten der Interaktion mit Kunden, Digitalisierung, nachhaltige Finanzen, künstliche Intelligenz, Prozessautomatisierung usw. Man muss realistisch sein: Die Finanzwelt hat sich in den letzten 15 Jahren enorm verändert, und mehrere Wettbewerbsvorteile der Schweiz sind verschwunden. Wir müssen uns anpassen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben, und bestimmte spezifische und seltene Fachkenntnisse ausbauen.
Nachhaltige Finanzwirtschaft, bei der Genf eine Vorreiterrolle spielte, gehört zu diesen besonderen Fachgebieten, ist jedoch noch wenig bekannt und auf bestimmte Experten beschränkt. Alle Bankberufe müssen ihre Kompetenzen ausbauen, um dieses Fachgebiet, das zum charakteristischen Know-how der Schweiz gehört, durch eine einzigartige Legitimität zu stärken.

Wie gehen Sie das Thema nachhaltige Finanzen in Ihrer Einrichtung an?

Sie können unseren letzten Nachhaltigkeitsbericht heranziehen, der im März veröffentlicht wurde und sich erstmals auf die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) bezieht. Er enthält unsere erste Wesentlichkeitsmatrix, die unsere internen und externen Stakeholder einbezieht. Dies ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg zur Nachhaltigkeit. Der Schlüssel liegt darin, einen aufrichtigen, pragmatischen und integrativen Ansatz beizubehalten, um möglichst viele Stakeholder einzubeziehen. Ich möchte betonen, dass wir auch im Bereich der Vermögensverwaltung Fortschritte erzielen, indem wir unsere nachhaltigkeitsbezogenen Anlagelösungen erweitern und verbessern.

Ihre Einrichtung beauftragt das ISFB mit verschiedenen Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung. Können Sie uns etwas über Ihre jüngsten Erfahrungen berichten?

Wir arbeiten eng mit dem ISFB zusammen, damit die ONEmates ihr Wissen in den verschiedenen Bereichen des Bankwesens vertiefen können. So müssen beispielsweise unsere Kundenbetreuer ihr Wissens- und Qualitätsniveau aufrechterhalten, indem sie die SAQ Client Advisor Bank-Zertifizierung durch die vom ISFB angebotenen Kurse und Prüfungen absolvieren. Wir greifen auch für spezifischere Themen auf das Institut zurück. So haben beispielsweise im Jahr 2021 drei Mitarbeiter von ONE, darunter auch ich, beschlossen, sich zum Thema nachhaltige Finanzen weiterzubilden. Das dabei erworbene Wissen hat uns ermöglicht, intern Impulse zu setzen und eine Taskforce «Nachhaltigkeit» innerhalb von ONE zu gründen.

Grégoire Pennone

Grégoire Pennone

CEO der ONE Swiss Bank SA

„Was mir wichtig erscheint und was alle unsere Manager gemeinsam haben, ist die Fähigkeit, sich für andere zu interessieren, und der Wille, die Teams voranzubringen. Das ist eine unverzichtbare Grundvoraussetzung.“

Strategischer Tätigkeitsbereich 1

Weiterbildung

Das Institut hat sich zum Ziel gesetzt, die kollektiven und individuellen Kompetenzen des Bankensektors in der Romandie zu maximieren. Es bildet Spezialisten sowohl in technischen Bereichen als auch in Bezug auf ihre Management- und Interaktionskompetenzen aus.

Das Ausbildungsprogramm umfasst verschiedene Ausbildungsgänge in den Bereichen Wealth Management, Asset Management, Retail & Corporate Banking, Support & Back-Office, Recht, Risiko & Compliance sowie Management.

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